Vroni oder Das süße Mädl oder Eine Elfe

„Gib mir ein Pussel!“ – über meine Zeit als süßes Mädel

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Vor meiner ersten größeren Sprechrolle hatte ich viel Respekt. Für den Theaterverein Vision sollte ich das süße Mädel in Schnitzlers Reigen spielen. Bühnenerfahrung hatte ich davor vor allem beim Singen gesammelt. Meine Reigen-Kolleginnen und –Kollegen waren dagegen durchwegs professionell und erfahren im Schauspiel. Einerseits unterstützend, andererseits auch eine Herausforderung. Die ersten Proben waren dann auch etwas steif.
Nachdem ich den Text in verschiedensten Interpretationen im stillen Kämmerchen durchgesprochen und –geschrien habe, kamen mir dann aber auch Worte wie „sich tummeln“ (da, wo ich herkomme, sagt man dazu „sich schicken“) ganz leicht über die Lippen. Und so wurde auch das Zusammenspiel mit meinen beiden charmanten Kollegen immer entspannter und lustiger.167686_501105586580_9850_n

Trotzdem drängte sich mir vor der Premiere angesichts des Lampenfiebers die Frage auf, weshalb ich mich freiwillig in so eine Situation bringen konnte.

Das Gefühl unter den Scheinwerfern war auch zuerst einmal etwas ungewohnt. Aber es ging dann doch alles ganz leicht. Ich konnte mich auf meine Spielpartner verlassen und, was eine besonders schöne Erfahrung war, auch auf mich selbst. So gern denk ich an die Reigen-Zeit zurück, die mir soviel Spaß gemacht hat und mich auf ganz besondere Weise bereichert hat. Klingt abgedroschen, ich weiß…

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(VG)

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